Beide schwenken auf. Beide öffnen einen Durchgang in der Glaswand. Trotzdem sind Pivottür und Drehtür zwei völlig verschiedene Bauarten – und die Verwechslung kostet im Zweifel die Wirkung, die du dir vom Eingang versprichst. Die klassische Drehtür ist der zuverlässige Allrounder. Die Pivottür ist das Statement für große Formate. Hier liest du, woran du sie unterscheidest und wann welche die richtige Entscheidung ist.
Was ist eine Drehtür?
Die Drehtür – auch Anschlagtür genannt – ist der Klassiker. Das Türblatt hängt an seitlichen Bändern (Scharnieren) an einer festen Kante: am Rahmen, an der festen Verglasung daneben oder an der Wand. Es schwenkt um diese seitliche Achse in den Raum. Die Bänder tragen das gesamte Gewicht des Glases. Das funktioniert leise, dicht und seit Jahrzehnten bewährt – ist aber in der Flügelgröße begrenzt, weil seitliche Bänder nur ein gewisses Gewicht sauber tragen.
Was ist eine Pivottür?
Die Pivottür – auch Drehpunkttür genannt – dreht nicht um seitliche Bänder, sondern um eine vertikale Achse, den Drehpunkt. Getragen wird sie oben von einem Deckenlager und unten von einem in den Boden eingelassenen Bodentürschließer (Floor Spring). Dieser Drehpunkt sitzt nicht zwingend an der Kante – er kann auch nach innen versetzt sein. Dann schwingt der eine Teil des Flügels nach vorn, der andere nach hinten. Das Ergebnis: ein Türblatt, das frei im Raum steht, ohne sichtbaren seitlichen Anschlag.
Der zentrale Unterschied: Achse statt Band
Alles andere folgt aus diesem einen Punkt – wie die Last getragen wird:
- Drehtür: Last hängt an seitlichen Bändern. Einfacher Einbau, dichter Abschluss, begrenzte Flügelgröße.
- Pivottür: Last steht auf Boden- und Deckenlager. Aufwändigerer Einbau (der Bodentürschließer muss in den Boden eingelassen werden), dafür sehr große und schwere Flügel möglich – und eine völlig rahmenlose Optik ohne seitliche Scharniere.
Wer nur „eine schwenkende Tür" braucht, ist mit der Drehtür richtig. Wer einen Durchgang will, der als architektonisches Element wirkt, denkt über die Pivottür nach.
Format und Gewicht: warum Pivot große Flügel kann
Hier liegt der eigentliche Grund, eine Pivottür zu wählen. Weil das Gewicht auf einem Lager steht statt an Bändern zu hängen, trägt die Konstruktion deutlich breitere und höhere Glasflügel. Raumhohe Türen, breite Eingänge, schwere Scheiben – Formate, an denen eine Drehtür mit seitlichen Bändern an ihre Grenze käme, sind für die Pivottür der eigentliche Einsatzzweck. Welcher Glasaufbau dafür sinnvoll ist – meist ein stärkeres ESG, je nach Statik auch VSG – klärt der Ratgeber zu Sicherheitsglas.
Schwenkraum und Platz
Beide Bauarten brauchen Platz zum Öffnen, aber unterschiedlich:
- Die Drehtür schwenkt in eine Richtung in den Raum – rund einen Meter Schwenkbereich, eine Seite.
- Die Pivottür schwingt je nach Lage des Drehpunkts in beide Richtungen, weil der hintere Teil des Flügels nach hinten ausschwenkt. Sitzt der Drehpunkt mittig, brauchst du vorn und hinten Freiraum.
Wenn Platz dein Engpass ist, ist weder Dreh- noch Pivottür ideal – dann lohnt der Blick auf die Schiebetür, die ganz ohne Schwenkraum auskommt. Den vollständigen Vergleich aller Bauarten findest du im Türtypen-Vergleich.
Schall und Abschluss
Die Drehtür hat hier einen kleinen Vorsprung: Mit umlaufender Dichtung und absenkbarer Bodendichtung schließt sie sehr dicht ab. Die Pivottür lässt sich ebenfalls dicht ausführen, ist bei sehr großen Formaten im sauberen Abschluss aber anspruchsvoller – mehr Fläche, mehr Sorgfalt im Detail. Geht es dir vor allem um Ruhe auf der anderen Seite, lies den Ratgeber Glastrennwand mit Schallschutz. Geht es dir um Wirkung und Großzügigkeit, ist die Pivottür kaum zu schlagen.
Optik: rahmenlose Großzügigkeit
Optisch spielt die Pivottür in einer eigenen Liga, weil ihr der sichtbare seitliche Anschlag fehlt. Der Flügel scheint frei zu schweben, der Durchgang wirkt offen und ruhig. Das passt zu einer durchgehend rahmenlosen Glastrennwand nach Maß, bei der die ganze Wand ohne störende Profile auskommt. Die Drehtür wiederum lässt sich wahlweise rahmenlos oder in unseren schmalen, pulverbeschichteten Profilen (20–40 mm Ansichtsbreite) ausführen – beide Wege wirken wertig, solange die Beschläge schlank und sauber verarbeitet sind.
Wann Pivot, wann Drehtür?
- Drehtür, wenn der Durchgang normale Maße hat, Ruhe und dichter Abschluss zählen und der Einbau unkompliziert bleiben soll. Das ist in den meisten Räumen die richtige Wahl.
- Pivottür, wenn der Flügel groß, hoch oder schwer werden soll, der Eingang wirken soll und der Aufwand für den Bodentürschließer im Budget Platz hat.
Den Feinschliff – Türtyp, Dichtung und Beschläge im Zusammenspiel – findest du im Überblicks-Ratgeber Glastrennwand mit Tür. Was am Ende den Preis bestimmt, ohne dass wir hier mit Zahlen jonglieren, steht in den Kostenfaktoren.
Aufmaß entscheidet, nicht der Katalog
Egal ob Dreh- oder Pivottür: Maß nimmt nicht der Katalog, sondern das Aufmaß vor Ort. Für die Toleranzen macht die Tür-Bauart dabei keinen Unterschied – beide werden auf den realen Raum geplant und exakt nach Maß gefertigt, nichts wird vor Ort zurechtgesägt. Auch die Beschaffenheit der Wände gibt die Tür nicht vor: Selbst nicht ganz gerade oder leicht schräge Wände lassen sich in der Planung berücksichtigen, weil wir Boden, Decke, Wände und Statik aufnehmen und das Glas darauf abstimmen. Bei der Pivottür planen wir zusätzlich ein, wo der Bodentürschließer sitzt – damit der Flügel später sauber in seine Mittelstellung läuft. Beratung, Aufmaß, Fertigung und Montage kommen aus einer Hand – mit eigenen Montageteams, ohne Subunternehmer. Wie der Termin abläuft, zeigt der Ratgeber zu Aufmaß und Montage. Den vollen Leistungsumfang findest du auf unserer Seite zu Glastrennwänden.
FAQ: Pivottür und Drehtür im Glas
Was ist der Unterschied zwischen Pivottür und Drehtür? Die Drehtür hängt an seitlichen Bändern und schwenkt um diese Kante. Die Pivottür dreht um eine vertikale Achse (Drehpunkt) und steht auf einem Bodentürschließer und einem Deckenlager. Dadurch trägt sie deutlich größere Flügel und kommt ohne sichtbaren seitlichen Anschlag aus.
Warum kann eine Pivottür größere Glasflügel tragen? Weil ihr Gewicht auf einem Boden- und Deckenlager steht, statt an seitlichen Bändern zu hängen. Diese Lagerung trägt schwerere und größere Scheiben, als es Scharniere an einer Kante könnten.
Braucht eine Pivottür einen Bodentürschließer? In der Regel ja. Der in den Boden eingelassene Bodentürschließer trägt das Gewicht mit und führt das Türblatt kontrolliert zurück. Das macht den Einbau aufwändiger als bei einer Drehtür; wo er sitzt, planen wir beim Aufmaß vor Ort ein.
Macht die Tür-Bauart einen Unterschied beim Aufmaß oder bei schrägen Wänden? Nein. Für das Aufmaß ist es kein Unterschied, ob Dreh- oder Pivottür – beide werden auf den realen Raum geplant und exakt nach Maß gefertigt. Auch die Beschaffenheit der Wände gibt die Tür nicht vor: Selbst nicht ganz gerade oder leicht schräge Wände lassen sich in der Planung berücksichtigen, weil wir Boden, Decke, Wände und Statik vor Ort aufnehmen.
Welche Tür schließt dichter ab? Die klassische Drehtür hat beim dichten Abschluss einen kleinen Vorsprung, weil sie sich mit umlaufender und absenkbarer Bodendichtung sehr sauber schließen lässt. Die Pivottür ist bei großen Formaten anspruchsvoller im Abschluss.
Wann lohnt sich eine Pivottür? Wenn der Durchgang groß und repräsentativ werden soll – breiter oder raumhoher Flügel, rahmenlose Optik, ein Eingang, der wirkt. Für normale Durchgänge mit Fokus auf Ruhe und unkomplizierten Einbau ist die Drehtür die passendere Wahl.
Dein nächster Schritt: Du kennst jetzt den Unterschied zwischen Pivot- und Drehtür. Welche zu deinem Raum und deinem Durchgang passt, entscheiden wir gemeinsam – am echten Raum, in Ingolstadt und Umgebung. → Sichere dir dein kostenloses Erstgespräch und wir planen deine Glaswand mit der richtigen Tür.
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Häufige Fragen
Kurz beantwortet.
Was ist der Unterschied zwischen Pivottür und Drehtür?
Die Drehtür hängt an seitlichen Bändern und schwenkt um diese Kante. Die Pivottür dreht um eine vertikale Achse (Drehpunkt) und steht auf einem Bodentürschließer und einem Deckenlager. Dadurch trägt sie deutlich größere Flügel und kommt ohne sichtbaren seitlichen Anschlag aus.
Warum kann eine Pivottür größere Glasflügel tragen?
Weil ihr Gewicht auf einem Boden- und Deckenlager steht, statt an seitlichen Bändern zu hängen. Diese Lagerung trägt schwerere und größere Scheiben, als es Scharniere an einer Kante könnten.
Braucht eine Pivottür einen Bodentürschließer?
In der Regel ja. Der in den Boden eingelassene Bodentürschließer trägt das Gewicht mit und führt das Türblatt kontrolliert zurück. Das macht den Einbau aufwändiger als bei einer Drehtür; wo er sitzt, planen wir beim Aufmaß vor Ort ein.
Macht die Tür-Bauart einen Unterschied beim Aufmaß oder bei schrägen Wänden?
Nein. Für das Aufmaß ist es kein Unterschied, ob Dreh- oder Pivottür – beide werden auf den realen Raum geplant und exakt nach Maß gefertigt. Auch die Beschaffenheit der Wände gibt die Tür nicht vor: Selbst nicht ganz gerade oder leicht schräge Wände lassen sich in der Planung berücksichtigen, weil wir Boden, Decke, Wände und Statik vor Ort aufnehmen.
Welche Tür schließt dichter ab?
Die klassische Drehtür hat beim dichten Abschluss einen kleinen Vorsprung, weil sie sich mit umlaufender und absenkbarer Bodendichtung sehr sauber schließen lässt. Die Pivottür ist bei großen Formaten anspruchsvoller im Abschluss.
Wann lohnt sich eine Pivottür?
Wenn der Durchgang groß und repräsentativ werden soll – breiter oder raumhoher Flügel, rahmenlose Optik, ein Eingang, der wirkt. Für normale Durchgänge mit Fokus auf Ruhe und unkomplizierten Einbau ist die Drehtür die passendere Wahl.





