Eine Glas-Trennwand steht und fällt mit zwei Dingen: einem genauen Aufmaß und einer sauberen Montage. Beides klingt selbstverständlich, ist in der Praxis aber der Unterschied zwischen einer Wand, die millimetergenau sitzt, und einer, an der man die Kompromisse sieht. Hier zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie Aufmaß und Montage bei uns ablaufen – damit du weißt, was dich erwartet.
Vom Wunsch zur fertigen Wand – der Ablauf im Überblick
Eine maßgefertigte Glas-Trennwand entsteht in drei Etappen:
- Aufmaß vor Ort – wir nehmen die echten Maße, nicht die aus dem Plan.
- Fertigung nach Maß – Scheiben und Profile werden exakt für deinen Raum produziert.
- Montage – unsere eigenen Monteure setzen die Wand sauber und passgenau ein.
Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Stimmt das Aufmaß, läuft der Rest rund.
Schritt 1: Das Aufmaß vor Ort
Bevor irgendetwas produziert wird, kommen wir zu dir. Beim Aufmaß erfassen wir den Raum so, wie er wirklich ist – und das ist selten ein perfektes Rechteck.
Warum Aufmaß nicht „mal eben“ geht
Wände sind nie ganz gerade, Böden nicht perfekt eben, Decken nicht überall auf gleicher Höhe. Würde man nach den Maßen aus einer Skizze fertigen, entstünden Spalten oder die Scheibe würde klemmen. Deshalb messen wir vor Ort und an mehreren Punkten – oben, unten, links, rechts.
Toleranzen, Lot und Untergrund
Drei Dinge schauen wir uns besonders genau an:
- Lot und Winkel: Wie stark weichen Wände und Boden vom rechten Winkel ab? Das fließt direkt in die Fertigung ein.
- Untergrund: Trägt der Boden, hält die Decke, ist die anschließende Wand stabil genug für die Befestigung? Glas braucht einen verlässlichen Anschluss.
- Toleranzen: Wir planen die nötigen Spielräume so ein, dass die Wand am Ende sauber sitzt und trotzdem nichts klemmt.
Dieses gründliche Aufmaß ist der Grund, warum eine maßgefertigte Wand am Ende wie selbstverständlich passt.
Schritt 2: Fertigung nach Maß
Mit den echten Maßen werden Scheiben und Profile produziert – exakt für deinen Raum. Ob filigranes Slim.Transparent-System für eine fast rahmenlose Optik (mehr dazu bei der rahmenlosen Glastrennwand nach Maß) oder eine Variante mit Tür: Jede Scheibe entsteht nach deinen Maßen, nicht nach Normgrößen von der Stange. Wie eine integrierte Tür gelöst wird, zeigt der Beitrag zur Glastrennwand mit Tür.
Schritt 3: Die Montage durch eigene Monteure
Die Montage übernehmen unsere eigenen Monteure – keine wechselnden Fremdfirmen. Das hat einen einfachen Grund: Wer Tag für Tag Glas einbaut, weiß, worauf es ankommt, und geht entsprechend sorgfältig mit Material und deinen Räumen um.
Beim Einbau gilt:
- die Wand wird ausgerichtet, bis sie im Lot steht,
- Profile und Beschläge werden sauber und fest mit dem Untergrund verbunden,
- Übergänge zu Boden, Wand und Decke werden ordentlich abgeschlossen,
- am Ende wird alles geprüft: Sitzt die Scheibe spannungsfrei, laufen Türen rund, sind die Anschlüsse dicht?
Die Baustelle bleibt dabei überschaubar – eine vorgefertigte Wand wird montiert, nicht vor Ort „zusammengebaut“.
Boden- und Deckenanschluss: Wo die Wand ihren Halt findet
Eine Glas-Trennwand steht und fällt mit ihren Anschlüssen – im wörtlichen Sinn. Boden und Decke nehmen die Lasten auf und entscheiden darüber, ob die Wand am Ende exakt in der Flucht steht. Deshalb schauen wir uns diese beiden Anschlüsse beim Aufmaß besonders genau an.
Toleranzausgleich über die Anschlussprofile
Kaum ein Raum ist perfekt rechtwinklig: Böden fallen leicht ab, Decken hängen ein paar Millimeter durch, selten ist eine Laibung exakt im Lot. Genau dafür sind die Anschlussprofile da. Sie gleichen Höhen- und Seitentoleranzen aus, ohne dass du davon später etwas siehst. Beim Aufmaß messen wir den Boden an mehreren Punkten ein und bestimmen die tatsächliche lichte Höhe – nicht den Wert aus dem Bauplan. Die Scheibe entsteht danach nach Maß, sodass das Profil den Ausgleich sauber übernimmt. Wie viel Toleranz ein System aufnimmt, hängt von der Bauart ab – ein Vergleich der Glastrennwand-Systeme zeigt, wo die Unterschiede liegen.
Abdichtung und tragfähiger Untergrund
Das Bodenprofil muss in einen tragfähigen Untergrund verschraubt oder geklebt werden – nicht in losen Belag oder frisch verlegten Estrich, der noch arbeitet. Ist der Boden uneben, gleichen wir das vor der Montage aus, statt die Scheibe zu zwingen. So entsteht eine spaltfreie, dauerhaft saubere Linie zwischen Glas und Boden. Welche statischen Anforderungen für tragende und absturzsichernde Verglasungen gelten, regelt die DIN 18008 für Glas im Bauwesen.
Akustische Entkopplung
Glas leitet Schall – die größere Schwachstelle sind aber starre Anschlüsse, über die Trittschall und Vibrationen in die Wand wandern. Wir entkoppeln Boden- und Deckenprofil mit elastischen Einlagen vom Baukörper. Das nimmt Körperschall heraus und sorgt dafür, dass die Trennwand den Raum tatsächlich ruhiger macht, statt Geräusche weiterzuleiten.
Glas-Trennwand im Altbau nachrüsten
Nicht jede Wand entsteht im Neubau. Gerade im Bestand – Altbau, Loft, umgenutztes Gewerbe – ist eine Glas-Trennwand oft die eleganteste Art, einen großen Raum neu zu gliedern, ohne ihn zuzumauern. Die Herausforderung steckt im Detail: Bestandsräume sind selten gerade.
Schiefe Wände und große Toleranzen
Im Altbau triffst du auf Wände, die sich über die Höhe verziehen, auf Böden mit spürbarem Gefälle und auf Decken, die nicht parallel zum Boden laufen. Wir fertigen nichts nach Plan, sondern messen jede Kante einzeln auf – oben, unten, links, rechts. Aus diesen realen Werten entsteht die Scheibe, und die Anschlussprofile übernehmen den Rest. So sitzt die Wand am Ende fugengenau, auch wenn die Laibung daneben alles andere als gerade ist.
Machbarkeit zuerst klären
Bevor wir aufmessen, prüfen wir, ob der Anschluss überhaupt trägt: Hält die Decke ein Deckenprofil? Ist der Boden tragfähig, oder liegt nur eine Dielung auf einer alten Unterkonstruktion? Diese Machbarkeit klären wir früh – im Erstgespräch und beim Aufmaß vor Ort –, damit du keine bösen Überraschungen erlebst. Ist ein direkter Deckenanschluss nicht möglich, gibt es fast immer eine Lösung über eine Teilhöhe oder eine andere Bauart.

Mietobjekt und Rückbaubarkeit
Du mietest die Fläche? Dann ist die Rückbaubarkeit oft entscheidend. Eine geklemmte oder verschraubte Glas-Trennwand lässt sich am Ende der Mietzeit wieder demontieren; zurück bleiben nur die Befestigungspunkte, die sich verschließen lassen. Wir planen den Anschluss von Anfang an so, dass ein späterer Rückbau ohne grobe Eingriffe in die Bausubstanz möglich ist – das stimmst du am besten vorab mit dem Eigentümer ab.
Was du vorbereitest – und wie lange es dauert
Viel musst du nicht tun. Hilfreich ist:
- der Bereich rund um die geplante Wand frei zugänglich,
- empfindliche Möbel zur Seite geräumt,
- Strom und Licht vorhanden.
Die Montage selbst ist meist an einem Tag erledigt – abhängig von Größe, Anzahl der Elemente und ob eine Tür dabei ist. Den genauen Rahmen besprechen wir vorher, damit du planen kannst. Wenn du dich noch fragst, was deine Wunschlösung beeinflusst, hilft der Beitrag zu den Kostenfaktoren einer Glastrennwand weiter. Einen Überblick über alle Lösungen zur Raumtrennung mit Glas findest du auf unserer Leistungsseite.
Häufige Fragen
Warum kommt ihr zum Aufmaß, statt nach meinen Maßen zu fertigen? Weil Räume selten exakt rechtwinklig sind. Nur ein Aufmaß vor Ort erfasst Lot, Höhenunterschiede und Untergrund – die Grundlage dafür, dass die Wand am Ende passgenau sitzt.
Wie lange dauert die Montage einer Glas-Trennwand? In den meisten Fällen ist die Wand an einem Tag montiert. Bei großen Flächen, mehreren Elementen oder einer integrierten Tür kann es etwas länger dauern. Den genauen Rahmen nennen wir vorher.
Muss ich für die Montage etwas vorbereiten? Idealerweise ist der Bereich frei zugänglich und empfindliche Möbel sind zur Seite geräumt. Mehr braucht es in der Regel nicht – den Rest bringen unsere Monteure mit.
Wer baut die Wand ein – ihr oder eine Fremdfirma? Die Montage übernehmen unsere eigenen Monteure. So bleibt die Qualität in einer Hand, vom Aufmaß bis zum letzten Handgriff.
Wie sauber bleibt die Baustelle? Sehr sauber. Da die Wand vorgefertigt angeliefert und vor Ort montiert wird, entstehen kein Bauschutt und keine langen Trocknungszeiten wie bei einer gemauerten Wand.
Wie wird eine Glastrennwand an Boden und Decke angeschlossen? Über Anschlussprofile am Boden und an der Decke, die in einen tragfähigen Untergrund verschraubt oder geklebt werden. Sie fixieren die Scheibe sicher und gleichen gleichzeitig Toleranzen aus, weil kaum ein Raum exakt im Lot ist. Elastische Einlagen entkoppeln die Profile akustisch vom Baukörper, damit kein Trittschall in die Wand wandert. Den genauen Anschluss legen wir nach dem Aufmaß vor Ort fest.
Geht das auch im Altbau mit schiefen Wänden? Ja. Im Bestand messen wir jede Kante einzeln auf – Wände, Boden und Decke sind dort selten gerade. Aus diesen realen Maßen entsteht die Scheibe nach Maß, und die Anschlussprofile gleichen die Schieflage aus. So sitzt die Wand am Ende fugengenau, auch wenn die Laibung daneben nicht im Lot ist. Wichtig ist nur, dass der Untergrund trägt – das prüfen wir vorab.
Lässt sich eine Glastrennwand rückstandsfrei zurückbauen (Mietobjekt)? Weitgehend, ja. Eine geklemmte oder verschraubte Glas-Trennwand lässt sich am Ende der Mietzeit wieder demontieren; zurück bleiben nur die Befestigungspunkte, die sich verschließen lassen. Wenn die Rückbaubarkeit wichtig ist, planen wir den Anschluss von Anfang an entsprechend – am besten stimmst du das vorab mit dem Eigentümer ab. Du planst eine Glas-Trennwand und möchtest wissen, wie Aufmaß und Montage in deinem Raum ablaufen? Vereinbare ein unverbindliches Erstgespräch – wir kommen vorbei, messen genau und sagen dir, wie deine Wand entsteht.
*GLAS KÜNZL – Glas, das Räume definiert.*
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