Ratgeber

Glastrennwand planen: der Ablauf Schritt für Schritt

Ludwig Künzl
AUTORLudwig Künzl
VERÖFFENTLICHT AM29.06.2026
Maßgefertigte Glaslösung von GLAS KÜNZL
Maßgefertigte Glaslösung von GLAS KÜNZL

Die Planung einer Glastrennwand folgt sechs Schritten, die aufeinander aufbauen: telefonisches Erstgespräch, Aufmaß vor Ort, Glas- und Systemwahl, Werkszeichnung zur Freigabe samt Norm-Abstimmung, Fertigung nach Maß und Montage durch das eigene Team. Dass es diese Schritte gibt, ist nichts Besonderes — sie gehören zu jedem sauber geführten Projekt. Den Unterschied macht, wie sie ineinandergreifen. Wir haben unseren Ablauf bewusst so aufgesetzt, dass die typischen Reibungspunkte zwischen Planung, Bestand und Montage gar nicht erst entstehen: ein fester Ansprechpartner über alle Phasen, ein durchgängiges System statt wechselnder Glaspartner und eine Werkszeichnung, die Sie vor der Produktion freigeben.

Dieser Artikel beschreibt den Ablauf aus Planer-Sicht — von der ersten Idee bis zur fertig montierten Wand. Die fachliche Tiefe zu Norm, Systemvergleich und Schallschutz liegt in den jeweils verlinkten Artikeln; hier geht es um den roten Faden.

Schritt 1 — Telefonisches Erstgespräch: das Projekt einordnen

Allem voran steht das telefonische Erstgespräch — vor dem Aufmaß, vor jedem Angebot. Hier klären wir den Kontext: Welche Funktion soll die Trennwand übernehmen — reine Zonierung, Sichtbezug, eine Akustik-Anforderung? In welchen Bestand oder Rohbau kommt sie? Wie sieht der Bauzeitplan aus, welche Gewerke grenzen an?

Was uns als Gewerk-Partner wichtig ist: Passt ein Projekt nicht zu uns, sagen wir das in diesem Gespräch — nicht nach drei Wochen Abstimmung. Diese ehrliche Einordnung am Anfang spart beiden Seiten Zeit. Das Angebot liegt anschließend in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor.

Schritt 2 — Aufmaß vor Ort: Planmaße treffen den Bestand

Beim Aufmaß übersetzen wir Ihre Planung in den realen Bestand. Bodenaufbau, Wand- und Deckenanschluss, Lot und Flucht, Maßtoleranzen — am Bau weicht der Bestand fast immer vom Planmaß ab, und genau diese Differenz entscheidet, ob die Wand später ohne Nacharbeit sitzt.

Damit das Aufmaß belastbar ist, sollten ein paar Dinge vorab feststehen (mehr dazu in der FAQ): der finale Bodenaufbau, die Tragfähigkeit der Anschlüsse und die Frage, ob Medien in der Anschlussebene liegen. Wie Aufmaß und spätere Montage zusammenhängen, lesen Sie im Detail unter Glastrennwand: Aufmaß und Montage.

Schritt 3 — Glas- und Systemwahl: die Funktion bestimmt den Aufbau

Jetzt wird aus der Anforderung ein konkretes System. Für die Optik stehen zwei Eigenentwicklungen zur Wahl: das Slim.Industrial-System mit schmaler Stahl-Ansicht für den industriellen Look und das Slim.Transparent-System, wenn maximale Transparenz im Vordergrund steht. Welches passt, hängt von Raumwirkung und Detailanschluss ab — den direkten Vergleich finden Sie unter Glastrennwand-Systeme im Vergleich.

Parallel fällt die Entscheidung über die Türen: ob Dreh-, Schiebe- oder Pendeltür, hängt von Platz und Nutzung ab; die Varianten vergleichen wir unter Glastrennwand-Türtypen im Vergleich. Der Glasaufbau folgt der Funktion des jeweiligen Felds: feststehende Verglasungen erhalten VSG, bewegliche Elemente wie Türen ESG. Kommt eine Akustik-Anforderung dazu, richtet sich der Aufbau danach — wie weit Glas dabei trägt, lesen Sie unter Glastrennwand-Schallschutz.

Weil wir durchgängig mit unserem eigenen System arbeiten, entfällt die wiederholte Abstimmung über wechselnde Glaspartner — die Schnittstellen bleiben über alle Felder hinweg dieselben.

Schritt 4 — Werkszeichnung zur Freigabe und Norm-Abstimmung

Vor der Produktion erhalten Sie die Werkszeichnung zur Freigabe. Sie entscheiden auf Basis der finalen Detailzeichnung — Anschlüsse, Maße, Beschläge —, bevor irgendetwas in Fertigung geht. So sind Detailfragen geklärt, solange Änderungen noch nichts kosten.

Den normativen Rahmen setzt die DIN 18008 (Glas im Bauwesen); die konkrete Ausführung ergibt sich aus der Einbausituation und den eingeführten Technischen Baubestimmungen. Was das für Ihre Verglasung bedeutet, ist im Detail unter Glastrennwand und DIN 18008 beschrieben. Wo ein Standsicherheits- oder Absturzsicherungsnachweis gefordert ist, stimmen wir uns mit Ihrem Tragwerksplaner ab und liefern die normkonforme Verglasung samt Anschlussdetails (siehe FAQ).

Schritt 5 — Fertigung nach Maß

Nach Ihrer Freigabe geht die Scheibe in die Fertigung — passgenau nach den Werkmaßen. Weil Aufmaß, Zeichnung und Fertigung auf einem einheitlichen System aufsetzen, ist das Ergebnis reproduzierbar und nicht von wechselnden Zulieferern abhängig.

Schritt 6 — Montage durch das eigene Team

Montiert wird durch unser eigenes Team — kein Subunternehmer, dieselben Ansprechpartner, die das Projekt von Anfang an begleitet haben. Den Termin legen wir in Ihren Bauzeitplan und stimmen ihn mit den angrenzenden Gewerken ab. Wie die Montage abläuft und worauf es bei der Übergabe ankommt, lesen Sie unter Glastrennwand: Aufmaß und Montage.

Was den Kostenrahmen bestimmt

Eine belastbare Zahl gibt es erst nach dem Aufmaß — der Rahmen ergibt sich aus mehreren Faktoren statt aus einem Pauschalwert: Anzahl und Größe der Felder, der Glasaufbau (VSG, ESG, zusätzliche Akustik-Anforderung), die Systemwahl, Anzahl und Typ der Türen samt Beschlägen sowie die Einbausituation mit ihren Anschlüssen. Welcher Faktor wie stark wirkt, schlüsseln wir unter Glastrennwand: Kostenfaktoren auf.

Warum der Ablauf den Unterschied macht

Am Ende steht die Glastrennwand exakt so, wie Sie sie geplant haben — das ist der eigentliche Maßstab. Der durchgehende Ablauf von der Idee bis zur Montage sorgt dafür, dass Planung, Fertigung und Einbau nicht an Schnittstellen auseinanderlaufen. Wenn Sie ein konkretes Projekt vor sich haben, finden Sie den Einstieg und weitere Beispiele auf unserer Seite zur Raumtrennung aus Glas.

Häufige Fragen zur Glastrennwand-Planung

Wie läuft die Planung einer Glastrennwand ab?

In sechs Schritten: telefonisches Erstgespräch, Aufmaß vor Ort, Glas- und Systemwahl, Werkszeichnung zur Freigabe mit Norm-Abstimmung, Fertigung nach Maß und Montage durch das eigene Team. Den Auftakt macht immer das Erstgespräch — dort klären wir Funktion, Bestand und Bauzeitplan, bevor jemand Maß nimmt.

Was muss ich vor dem Aufmaß klären?

Vor dem Aufmaß sollten der finale Bodenaufbau, die Tragfähigkeit von Wand- und Deckenanschluss und die Funktion der Wand feststehen — reine Zonierung oder mit Akustik-Anforderung. Ebenso die Schwenk- oder Laufrichtung möglicher Türen und ob Medien in der Anschlussebene liegen. Je klarer dieser Rahmen, desto belastbarer die Planmaße.

Wie lange dauert es von Anfrage bis Montage?

Das hängt von Systemwahl, Glasaufbau und Bauzeitplan ab — eine pauschale Zahl wäre unseriös. Das Angebot liegt nach dem Erstgespräch in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor; den weiteren Takt aus Aufmaß, Freigabe, Fertigung und Montage stimmen wir auf Ihren Gewerke-Plan ab, statt ihn dagegen zu legen.

Wer übernimmt die statische Abstimmung?

Den Standsicherheits- beziehungsweise Absturzsicherungsnachweis verantwortet dort, wo er gefordert ist, Ihr Tragwerksplaner. Wir liefern die zur Einbausituation passende, DIN-18008-konforme Verglasung und stimmen die Anschlussdetails mit Ihrer Planung ab. Die Norm-Tiefe dazu steht im DIN-18008-Artikel.

Wann wird der Glasaufbau festgelegt — VSG oder ESG?

Der Aufbau folgt der Funktion des Felds: feststehende Verglasungen erhalten VSG, weil die Scheibe nach einem Bruch im Verbund bleibt; mechanisch geklemmte oder bewegliche Elemente wie Türen erhalten ESG. Die konkrete Ausführung ergibt sich aus der Einbausituation und wird beim Aufmaß festgelegt.

Lässt sich die Glastrennwand-Planung in einen laufenden Bauzeitplan einpassen?

Ja. Wir takten Aufmaß, Freigabe und Montage entlang Ihres Bauzeitplans und der angrenzenden Gewerke. Weil Aufmaß, Werkszeichnung und Montage bei uns in einer Hand liegen, entfällt die Neu-Abstimmung über mehrere Zulieferer — der Termin bleibt planbar.

Kontakt & telefonisches Erstgespräch

Sie haben ein konkretes Projekt oder wollen die Machbarkeit vorab klären? Allem voran steht ein telefonisches Erstgespräch — am besten über das Kontaktformular auf unserer Seite. Wir ordnen Ihr Projekt ein, klären die nächsten Schritte und sagen ehrlich, ob wir der richtige Partner sind.

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  1. Ratgeber

    Die Planung einer Glastrennwand folgt sechs Schritten, die aufeinander aufbauen: telefonisches Erstgespräch, Aufmaß vor Ort, Glas- und Systemwahl, Werkszeichnung zur Freigabe samt Norm-Abstimmung, Fertigung nach Maß und Montage durch das eigene Team. Dass es diese Schritte gibt, ist nichts Besonderes — sie gehören zu jedem sauber geführten Projekt. Den Unterschied macht, wie sie ineinandergreifen. Wir haben unseren Ablauf bewusst so aufgesetzt, dass die typischen Reibungspunkte zwischen Planung, Bestand und Montage gar nicht erst entstehen: ein fester Ansprechpartner über alle Phasen, ein durchgängiges System statt wechselnder Glaspartner und eine Werkszeichnung, die Sie vor der Produktion freigeben.

  2. Schritt 1 — Telefonisches Erstgespräch: das Projekt einordnen

    Allem voran steht das telefonische Erstgespräch — vor dem Aufmaß, vor jedem Angebot. Hier klären wir den Kontext: Welche Funktion soll die Trennwand übernehmen — reine Zonierung, Sichtbezug, eine Akustik-Anforderung? In welchen Bestand oder Rohbau kommt sie? Wie sieht der Bauzeitplan aus, welche Gewerke grenzen an?

  3. Schritt 2 — Aufmaß vor Ort: Planmaße treffen den Bestand

    Beim Aufmaß übersetzen wir Ihre Planung in den realen Bestand. Bodenaufbau, Wand- und Deckenanschluss, Lot und Flucht, Maßtoleranzen — am Bau weicht der Bestand fast immer vom Planmaß ab, und genau diese Differenz entscheidet, ob die Wand später ohne Nacharbeit sitzt.

  4. Schritt 3 — Glas- und Systemwahl: die Funktion bestimmt den Aufbau

    Jetzt wird aus der Anforderung ein konkretes System. Für die Optik stehen zwei Eigenentwicklungen zur Wahl: das Slim.Industrial-System mit schmaler Stahl-Ansicht für den industriellen Look und das Slim.Transparent-System, wenn maximale Transparenz im Vordergrund steht. Welches passt, hängt von Raumwirkung und Detailanschluss ab — den direkten Vergleich finden Sie unter Glastrennwand-Systeme im Vergleich.

  5. Schritt 4 — Werkszeichnung zur Freigabe und Norm-Abstimmung

    Vor der Produktion erhalten Sie die Werkszeichnung zur Freigabe. Sie entscheiden auf Basis der finalen Detailzeichnung — Anschlüsse, Maße, Beschläge —, bevor irgendetwas in Fertigung geht. So sind Detailfragen geklärt, solange Änderungen noch nichts kosten.

  6. Schritt 5 — Fertigung nach Maß

    Nach Ihrer Freigabe geht die Scheibe in die Fertigung — passgenau nach den Werkmaßen. Weil Aufmaß, Zeichnung und Fertigung auf einem einheitlichen System aufsetzen, ist das Ergebnis reproduzierbar und nicht von wechselnden Zulieferern abhängig.

  7. Schritt 6 — Montage durch das eigene Team

    Montiert wird durch unser eigenes Team — kein Subunternehmer, dieselben Ansprechpartner, die das Projekt von Anfang an begleitet haben. Den Termin legen wir in Ihren Bauzeitplan und stimmen ihn mit den angrenzenden Gewerken ab. Wie die Montage abläuft und worauf es bei der Übergabe ankommt, lesen Sie unter Glastrennwand: Aufmaß und Montage.

  8. Was den Kostenrahmen bestimmt

    Eine belastbare Zahl gibt es erst nach dem Aufmaß — der Rahmen ergibt sich aus mehreren Faktoren statt aus einem Pauschalwert: Anzahl und Größe der Felder, der Glasaufbau (VSG, ESG, zusätzliche Akustik-Anforderung), die Systemwahl, Anzahl und Typ der Türen samt Beschlägen sowie die Einbausituation mit ihren Anschlüssen. Welcher Faktor wie stark wirkt, schlüsseln wir unter Glastrennwand: Kostenfaktoren auf.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Wie läuft die Planung einer Glastrennwand ab?

In sechs Schritten: telefonisches Erstgespräch, Aufmaß vor Ort, Glas- und Systemwahl, Werkszeichnung zur Freigabe mit Norm-Abstimmung, Fertigung nach Maß und Montage durch das eigene Team. Den Auftakt macht immer das Erstgespräch — dort klären wir Funktion, Bestand und Bauzeitplan, bevor jemand Maß nimmt.

Was muss ich vor dem Aufmaß klären?

Vor dem Aufmaß sollten der finale Bodenaufbau, die Tragfähigkeit von Wand- und Deckenanschluss und die Funktion der Wand feststehen — reine Zonierung oder mit Akustik-Anforderung. Ebenso die Schwenk- oder Laufrichtung möglicher Türen und ob Medien in der Anschlussebene liegen. Je klarer dieser Rahmen, desto belastbarer die Planmaße.

Wie lange dauert es von Anfrage bis Montage?

Das hängt von Systemwahl, Glasaufbau und Bauzeitplan ab — eine pauschale Zahl wäre unseriös. Das Angebot liegt nach dem Erstgespräch in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor; den weiteren Takt aus Aufmaß, Freigabe, Fertigung und Montage stimmen wir auf Ihren Gewerke-Plan ab, statt ihn dagegen zu legen.

Wer übernimmt die statische Abstimmung?

Den Standsicherheits- beziehungsweise Absturzsicherungsnachweis verantwortet dort, wo er gefordert ist, Ihr Tragwerksplaner. Wir liefern die zur Einbausituation passende, DIN-18008-konforme Verglasung und stimmen die Anschlussdetails mit Ihrer Planung ab. Die Norm-Tiefe dazu steht im DIN-18008-Artikel.

Wann wird der Glasaufbau festgelegt — VSG oder ESG?

Der Aufbau folgt der Funktion des Felds: feststehende Verglasungen erhalten VSG, weil die Scheibe nach einem Bruch im Verbund bleibt; mechanisch geklemmte oder bewegliche Elemente wie Türen erhalten ESG. Die konkrete Ausführung ergibt sich aus der Einbausituation und wird beim Aufmaß festgelegt.

Lässt sich die Glastrennwand-Planung in einen laufenden Bauzeitplan einpassen?

Ja. Wir takten Aufmaß, Freigabe und Montage entlang Ihres Bauzeitplans und der angrenzenden Gewerke. Weil Aufmaß, Werkszeichnung und Montage bei uns in einer Hand liegen, entfällt die Neu-Abstimmung über mehrere Zulieferer — der Termin bleibt planbar.

Ludwig Künzl
Ludwig Künzl · GLAS KÜNZL

Glas-Spezialist aus Ingolstadt — alles rund um Glas aus einer Hand.

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