Herausforderung
Eine leere Bürofläche in einer älteren Bestandsimmobilie in Ingolstadt, 2025: keine Raumstruktur, dafür Wände, die nicht im Lot stehen, ein Boden mit Gefälle und eine Decke, die auf keiner Achse gleich hoch bleibt. Aus dieser Fläche sollten getrennte Büroräume werden, in denen man telefonieren kann, ohne den Nachbarn zu stören. Gleichzeitig durfte das Tageslicht nicht an einer neuen Wand endgültig stehen bleiben, denn die Fensterfront versorgt die gesamte Etage. Genau an dieser Doppelanforderung entscheidet sich, ob eine Bürofläche nach dem Ausbau größer oder kleiner wirkt als vorher.
Die Ausgangslage: unausgebaute Fläche, schiefe Bezugskanten in allen drei Richtungen
Die Fläche war vor dem Ausbau ein einziger offener Raum. Es gab keine Zwischenwände, an denen man sich hätte orientieren können, und die vorhandenen Bauteile taugten nur begrenzt als Bezugskante. Die Umfassungswände waren nicht senkrecht, der Boden lief über die Länge der geplanten Trennwandachse aus, und die Deckenhöhe schwankte. Für Trockenbau ist so etwas verzeihlich, weil sich Unebenheiten spachteln lassen. Bei Glas nicht: Eine Scheibe ist starr und ihre Kanten sind gerade. Jede Abweichung zwischen Baukörper und Feldgeometrie landet sichtbar in der Fuge oder gar nicht im Rahmen.
Dazu kam die Nutzung. In den abgetrennten Räumen wird gearbeitet und telefoniert, teils in Besprechungen. Eine reine Sichttrennung hätte den Zweck verfehlt. Der Schallschutz musste mit in den Glasaufbau und in die Türen. Wir sind bei diesem Projekt vom planenden Architekturbüro geholt worden, das die Ausbauplanung verantwortet hat.

Lösung
Aufmaß vor der Fertigung: jedes Feld einzeln, nicht ein Maß für alle
Bei schiefen Bauteilen ist das Aufmaß die eigentliche Planungsarbeit. Wir haben die Achse nicht mit einem Höhen- und einem Breitenmaß erfasst, sondern jedes Feld für sich. Höhen an mehreren Punkten, Breiten oben und unten, dazu die tatsächlichen Winkel an den Anschlüssen. Aus diesen Werten entsteht die Feldgeometrie, und manche Felder sind eben kein Rechteck, sondern laufen nach oben oder unten zusammen.
Das passiert vor der Fertigung, nicht danach. Scheiben lassen sich auf der Baustelle nicht nachschneiden, Bohrungen und Ausnehmungen für Beschläge schon gar nicht. Der Bestand gibt dabei keine großzügigen Toleranzen her, und die Fugen sollten überall gleich schmal aussehen. Deshalb geht bei solchen Flächen mehr Zeit in das Messen und in die Klärung der Anschlussdetails als in die Montage selbst.
Montage mit eigenen Monteuren und ohne Zwischenhändler in der Kette
Beratung, Aufmaß, Fertigung nach Maß und Montage liefen bei diesem Projekt aus einer Hand. Montiert haben unsere eigenen Mitarbeiter, keine Subunternehmer. Das ist bei einem Bestandsobjekt mit engen Toleranzen kein Nebenaspekt, weil dieselben Leute vor Ort stehen, die die Feldgeometrie festgelegt haben. Rückfragen zu einem Anschluss klären sich am Bauteil statt über eine Kette von Ansprechpartnern.
Das Glas beziehen wir fertig konfektioniert. Dadurch hängt der Terminplan an der Aufmaßfreigabe: Ist die Geometrie sauber erfasst, läuft die Fertigung durch, und der Montagetermin steht. Wie das Zusammenspiel von System und eigener Montage bei einem Einzelprojekt aussieht, beschreiben wir auch am Beispiel Glastrennwand in Ingolstadt mit Slim.Transparent und Slim.Industrial.
Ergebnis
Warum Glas statt Trockenbau die richtige Entscheidung war
Eine geschlossene Trockenbauwand hätte die Räume ebenfalls getrennt, aber die Etage in dunkle Schläuche zerlegt. Das Licht kommt von der Fassade und muss über die Trennwandachse hinweg in die inneren Zonen kommen. Verglaste Felder lassen es durch, und die Tiefe der Fläche bleibt für das Auge erhalten. Man sieht in einen zweiten Raum hinein, also endet die Wahrnehmung nicht an der Wandoberfläche.
Dafür muss der Glasanteil hoch bleiben. Wir haben die Achse mit schmalen Profilen und großen, sprossenlosen Feldern aufgeteilt, wie es unser System Slim.Transparent für transparente Raumtrennung vorsieht. Die Ansichtsbreite der Profile liegt bei 40 mm. Das ist die Breite, die man beim Blick durch den Raum als senkrechten Strich wahrnimmt, und sie bestimmt, wie ruhig die Wand wirkt. Wer stattdessen kräftige Rahmen setzt, bekommt ein Raster ins Bild, das die Fläche wieder unterteilt. Wie sich derselbe Aufbau mit bewusst gesetzten schwarzen Sprossen liest, zeigt der Vergleich zur Loft-Glastrennwand im Industrial-Look.
Der Glasaufbau: 12 mm VSG mit Schallschutzfolie in den festen Feldern
Die feststehenden Felder sind aus 12 mm VSG transparent ausgeführt, mit einer Schallschutzfolie im Verbund. Zwei Gründe sprechen dafür. Erstens bleibt die Scheibe bei einem Bruch im Verbund und behält Resttragfähigkeit, was bei raumhohen Feldern in einem Büro die Grundlage ist. Zweitens arbeitet die Folie akustisch: Sie dämpft die Schwingung der Scheibe, statt sie wie eine monolithische Glasfläche weiterzugeben. Ohne diese Zwischenschicht wäre dieselbe Glasdicke akustisch deutlich schwächer.
Die Türblätter laufen in ESG. Bewegliche und mechanisch geklemmte Elemente brauchen ein Glas, das die Beschlagskräfte punktuell aufnimmt, und alle Bohrungen und Ausschnitte werden dafür vor dem Vorspannen gesetzt. Welcher Aufbau in welchem Feld trägt, ergibt sich aus der Einbausituation und wird im Rahmen von DIN 18008 beim Aufmaß festgelegt. Bei dieser Fläche hat unter anderem die Feldhöhe die Entscheidung mitbestimmt.
Absenkdichtung in den Türen: die Fuge unter dem Türblatt entscheidet mit
Die Türblätter haben Absenkdichtungen bekommen. Der Grund ist einfach: Schall nimmt den kürzesten Weg, und das ist bei einer Tür der Luftspalt unten. Man kann drei Felder sorgfältig mit Schallschutzfolie ausführen und die Wirkung an einem Spalt von wenigen Millimetern wieder verlieren. Die Absenkdichtung liegt im Türblatt und senkt sich beim Schließen auf den Boden, beim Öffnen zieht sie sich zurück. Die Tür schleift also nicht, dichtet im geschlossenen Zustand aber ab.
In diesem Projekt kam ein zweiter Punkt dazu. Weil der Boden nicht waagerecht liegt, ist das Spaltmaß über die Türbreite nicht konstant. Eine feste Dichtung hätte an einer Seite geschliffen und an der anderen offen gestanden. Die absenkbare Variante überbrückt diesen Unterschied. Voraussetzung ist, dass der Bodenverlauf im Türbereich vorher gemessen und beim Einstellen der Beschläge berücksichtigt wird.
Transparente Wände in einer Arbeitsstätte müssen erkennbar sein
Raumhohe, klare Verglasung in einem Büro braucht eine Antwort auf die Frage, wie man sie sieht. ASR A1.6 verlangt für lichtdurchlässige Wände in Arbeitsstätten, dass sie in Augenhöhe erkennbar sind, wenn Verwechslungsgefahr mit einem Durchgang besteht. In der Praxis löst man das über eine Markierung auf der Scheibe, über Beschriftung oder darüber, dass Möbel und Einbauten die Fläche ohnehin lesbar machen.
Das gehört in die Planung und nicht in eine Nachbesserung nach dem Einzug, weil Position und Art der Markierung die Optik der Wand mitbestimmen. Wir klären bei Büroprojekten früh, welche Felder als Durchgang wahrgenommen werden könnten und welche nicht. Weitere Beispiele aus der Region findest du bei den Glastrennwänden und Loft-Trennwänden in Ingolstadt.
Das Ergebnis: getrennte Büros ohne Lichtverlust
Aus der offenen Fläche sind abgeschlossene Büroräume geworden. Die Trennwandachse steht trotz schiefer Anschlüsse mit gleichmäßigen Fugen, die Türen schließen mit abgesenkter Dichtung, und die Räume sind akustisch nutzbar. Das Tageslicht wandert weiter durch die Etage, und die Fläche wirkt nicht kleiner als im Rohzustand.
Das planende Büro fasst es so zusammen:
> „Wir hatten einen Umbau in einer Bestandsimmobilie, die schon älter war. Bei Glaswänden müssen die Maßtoleranzen sehr genau stimmen – und in einem Altbau kann man eben nicht von großzügigen Toleranzen ausgehen. Es war entscheidend, dass vor der Fertigung exakte Aufmaßarbeiten vor Ort durchgeführt werden. Das hat mit Künzl überraschend gut geklappt. Die Lieferzeit war sehr ordentlich, schnell, und die Termintreue hat gestimmt. Die Ausführung war fachkundig, das Team freundlich und zuverlässig. Das Ergebnis hat mich positiv überrascht – obwohl ich es genau so erwartet hatte. Auf Künzl kann man sich absolut verlassen.“ > — Windpassinger Architekten, Architekturbüro dieses Bauvorhabens
Projektfakten
- Ort: Ingolstadt
- Objekt: Gewerbeprojekt, unausgebaute Bürofläche in einer Bestandsimmobilie
- Leistung: Glastrennwände als Bürotrennwände, sprossenlos
- Ausführungszeitraum: 2025
- Glasaufbau feste Felder: VSG 12 mm transparent mit Schallschutzfolie
- Türblätter: ESG, mit Absenkdichtung
- Profile: 40 mm Ansichtsbreite, pulverbeschichtet
- Besonderheit: schiefe Wände, Böden und Decken, Feldgeometrie einzeln aufgemessen
- Ablauf: Beratung, Aufmaß, Fertigung nach Maß und Montage aus einer Hand, Montage mit eigenen Mitarbeitern
Kontakt & telefonisches Erstgespräch
Wenn du eine Bürofläche in Ingolstadt oder Umgebung strukturieren willst und dabei Licht und Ruhe gleichzeitig brauchst, klären wir die Machbarkeit am schnellsten am Telefon. Sinnvoll sind grobe Raumhöhe, die geplante Länge der Trennwandachse, die Anzahl der Türen und ein Hinweis darauf, ob der Bestand krumm ist. Danach wissen wir, was das Aufmaß leisten muss.
GLAS KÜNZL ist ein Glaserei-Meisterbetrieb in Ingolstadt und arbeitet bayernweit, bei größeren Projekten auch überregional. Telefonisches Erstgespräch vereinbaren und die Ausgangslage in Ruhe durchsprechen.
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Häufige Fragen
Kurz beantwortet.
Welches Glas kommt in einer Glastrennwand im Büro zum Einsatz?
Feststehende Felder werden als VSG ausgeführt, weil die Scheibe nach einem Bruch im Verbund bleibt und Resttragfähigkeit behält. Bewegliche und geklemmte Elemente wie Dreh-, Pendel- und Schiebetüren laufen in ESG, das vor dem Vorspannen passgenau für die Beschläge bearbeitet wird. In diesem Büro in Ingolstadt sind es 12 mm VSG mit Schallschutzfolie in den Feldern und ESG in den Türblättern.
Trennt eine Glaswand auch akustisch?
Ja, wenn der Aufbau darauf ausgelegt ist. Entscheidend sind eine Schallschutzfolie im Verbund, eine ausreichende Glasdicke und dichte Anschlüsse. Der größte Schwachpunkt ist meist die Tür: Ohne Absenkdichtung geht ein guter Teil der Wirkung durch den Spalt unter dem Türblatt verloren.
Kann eine Trennwand an schiefe Wände oder eine Dachschräge angepasst werden?
Das geht, verlagert die Arbeit aber nach vorn. Wir messen jedes Feld einzeln auf, nehmen Winkel und Höhen an mehreren Punkten ab und geben die Felder mit der tatsächlichen Geometrie in die Fertigung. Nachschneiden auf der Baustelle ist bei Glas nicht möglich, deshalb muss das Aufmaß vor der Bestellung stimmen.
Wie schmal können die Profile werden?
Unsere Systeme arbeiten mit Ansichtsbreiten von 20 und 40 mm. Bei diesem Projekt waren es 40 mm. Je schmaler das Profil, desto höher der Glasanteil und desto weniger unterteilt die Wand den Raum optisch. Welche Breite sinnvoll ist, hängt von Feldgröße, Gewicht und Türsituation ab.
Wie läuft die Umsetzung einer Glastrennwand ab?
Am Anfang steht ein Gespräch über Nutzung, Schallschutzanspruch und Optik. Danach kommen wir zum Aufmaß vor Ort und legen Feldaufteilung, Glasaufbau und Türen fest. Nach der Freigabe wird das Glas nach Maß gefertigt, anschließend montieren unsere eigenen Monteure die Wand und stellen die Türen ein.
Welches Glas kommt in einer Glastrennwand zum Einsatz?
Feststehende Felder werden als VSG ausgeführt, weil die Scheibe nach einem Bruch im Verbund bleibt. Bewegliche und geklemmte Elemente wie Dreh-, Pendel- oder Schiebetüren laufen in ESG. Die konkrete Ausführung ergibt sich aus der Einbausituation.

