ESG steht für Einscheibensicherheitsglas – das Sicherheitsglas, das dir im Alltag ständig begegnet: in Duschabtrennungen, Glastüren, Trennwänden und Möbeln. In diesem Ratgeber erfährst du, was ESG-Glas ist, wie es hergestellt wird, warum es als sicher gilt und wann es zum Einsatz kommt.
Was ist ESG-Glas?
ESG ist Flachglas, das durch einen Wärmeprozess thermisch vorgespannt wird. Dabei wird das Glas erhitzt und schnell abgekühlt; das erzeugt eine Spannung, die es deutlich schlagfester und temperaturbeständiger macht als normales Floatglas. Der wichtigste Sicherheitsaspekt: Zerbricht ESG doch einmal, zerfällt es in viele kleine, stumpfkantige Krümel statt in scharfe, gefährliche Splitter. Das senkt das Verletzungsrisiko erheblich – daher der Name Sicherheitsglas.
Wichtig zum Verständnis: ESG steht für den Schutz vor Bruch und Verletzung. Es geht um die Sicherheit von Menschen, wenn Glas belastet wird oder bricht.
Wie unterscheidet sich ESG von VSG?
ESG und VSG sind beides Sicherheitsgläser, aber mit unterschiedlichem Verhalten:
- ESG ist eine einzelne vorgespannte Scheibe. Bricht sie, zerfällt sie vollständig in Krümel – es bleibt keine Restfläche stehen.
- VSG (Verbundsicherheitsglas) besteht aus zwei Scheiben mit einer zähelastischen Folie dazwischen. Bricht es, halten die Bruchstücke an der Folie und die Scheibe behält Resttragfähigkeit.
Deshalb wird ESG dort eingesetzt, wo Schlagfestigkeit zählt (Türen, Duschen), und VSG dort, wo nach dem Bruch etwas halten muss (Absturzsicherung, Überkopf). Die Details liest du im Ratgeber Unterschied ESG und VSG.
Wo ESG-Glas eingesetzt wird
- Duschabtrennungen: ESG ist hier der Standard – 8 mm für Türen und Walk-In-Felder, 10 mm für große Festflächen.
- Glastüren und bewegliche Elemente: Dreh-, Pendel- und Schiebetüren aus Glas werden als ESG ausgeführt, weil es vor dem Vorspannen passgenau für Beschläge bearbeitet wird.
- Glastrennwände: In beweglichen Türelementen und vielen Feldern kommt ESG zum Einsatz; feststehende, raumhohe Felder werden oft als VSG ausgeführt. Der übergeordnete Rahmen ist die DIN 18008.
Planung nach Maß
Welcher Glasaufbau – ESG, VSG oder eine Kombination – für dein Projekt richtig ist, ergibt sich aus der Funktion des Feldes und der Einbausituation und wird beim Aufmaß vor Ort festgelegt. Ob Raumtrennung aus Glas oder Duschabtrennung nach Maß – wir fertigen die passende Scheibe und bauen sie ein.
Häufige Fragen
Was bedeutet ESG?
ESG steht für Einscheibensicherheitsglas. Es ist thermisch vorgespanntes Flachglas, das schlagfester und temperaturbeständiger ist als normales Glas und im Bruchfall in stumpfkantige Krümel zerfällt statt in scharfe Splitter.
Warum gilt ESG als sicher?
Weil es bei Bruch in kleine, stumpfe Krümel zerfällt und so das Verletzungsrisiko stark senkt. ESG steht für den Schutz vor Bruch und Verletzung – es geht um die Sicherheit von Menschen, wenn Glas belastet wird oder bricht.
Was ist der Unterschied zwischen ESG und VSG?
ESG ist eine einzelne vorgespannte Scheibe, die im Bruch vollständig zerkrümelt. VSG besteht aus zwei Scheiben mit Zwischenfolie und behält nach Bruch Resttragfähigkeit. ESG nutzt man bei Türen und Duschen, VSG dort, wo nach Bruch etwas halten muss.
Wo wird ESG-Glas verwendet?
Vor allem in Duschabtrennungen, Glastüren und beweglichen Elementen wie Dreh-, Pendel- und Schiebetüren sowie in vielen Feldern von Glastrennwänden und in Möbeln.
Kann ESG nachträglich zugeschnitten oder gebohrt werden?
Nein. ESG muss vor dem Vorspannen in die endgültige Form gebracht und für Beschläge bearbeitet werden. Nachträgliches Schneiden oder Bohren würde die Scheibe zerstören. Deshalb ist ein genaues Aufmaß vorab wichtig.
Kontakt & telefonisches Erstgespräch
Du fragst dich, welches Sicherheitsglas – ESG oder VSG – für deine Dusche, Tür oder Trennwand richtig ist? Am einfachsten nimmst du über unser Kontaktformular Kontakt auf – der erste Schritt ist immer ein telefonisches Erstgespräch, in dem wir dein Vorhaben und die passende Glaslösung nach Maß klären. Für Rückfragen erreichst du uns auch unter info@glas-kuenzl.de.





