Ratgeber

Innenliegender Sonnenschutz in der Glastrennwand: die Jalousie zwischen den Scheiben

Ludwig Künzl
AUTORLudwig Künzl
VERÖFFENTLICHT AM30.06.2026
Maßgefertigte Glaslösung von GLAS KÜNZL
Maßgefertigte Glaslösung von GLAS KÜNZL

Eine Glastrennwand bringt Licht und Weite in den Raum – manchmal aber auch zu viel Einblick oder Sonne. Der innenliegende Sonnenschutz löst beides an einer Stelle: Eine Jalousie sitzt geschützt zwischen den Glasscheiben und lässt sich stufenlos von voller Transparenz bis zur kompletten Verschattung verstellen. Keine freiliegenden Stoffe, kein Staub auf den Lamellen, keine Reinigung. Für Sie als Planer ist das die dritte – und flexibelste – Art, eine transparente Trennwand bei Bedarf blickdicht zu machen. Wir liefern und montieren die Raumtrennung aus Glas inklusive des integrierten Sonnenschutzes, abgestimmt auf Raum und Nutzung.

Was „innenliegender Sonnenschutz" bedeutet

Innenliegender Sonnenschutz heißt: Die Verschattung sitzt nicht vor oder hinter der Scheibe, sondern im Scheibenzwischenraum eines Isolierglas-Elements. Zwei Glasscheiben, dazwischen ein hermetisch verschlossener Hohlraum – und in diesem Hohlraum die Jalousie (alternativ ein Plissee). Die Lamellen sind damit dauerhaft vor Staub, Fett und Berührung geschützt. Was bei einer raumseitig montierten Jalousie regelmäßig abgewischt werden müsste, bleibt hier wartungsarm hinter Glas.

Im Kontext einer Glastrennwand ist dieser Aufbau besonders elegant: Die Trennwand bleibt optisch ein durchgehendes Glasfeld; der Sonnen- und Sichtschutz ist unsichtbar integriert, bis Sie ihn brauchen. Diese Bauart wird oft Integraljalousie genannt – die Jalousie ist integraler Bestandteil des Glaselements.

Drei Wege, eine Glastrennwand abzuschirmen

Transparenz auf Abruf gibt es in drei grundverschiedenen Ausführungen. Welche passt, hängt davon ab, ob Sie dauerhaft, schaltbar oder stufenlos regelbar abschirmen wollen:

  • Dauerhaft blickdicht – Milchglas/Satinato. Das Glas ist von vornherein satiniert und streut das Licht permanent. Konstant Sichtschutz, kein bewegliches Teil, sehr ruhige Optik – aber nicht umschaltbar. Details im Ratgeber Milchglas-Trennwand als Sichtschutz.
  • Elektrisch schaltbar – schaltbares Glas (PDLC). Per Knopfdruck wechselt die Scheibe zwischen klar und milchig. Das schafft Sichtschutz auf Knopfdruck, verschattet aber nicht – Licht und Wärme kommen weiter durch, die Scheibe wird nur blickdicht-diffus. Wie das funktioniert, steht im Ratgeber Schaltbares Glas für Trennwände.
  • Mechanisch stufenlos – Integraljalousie (dieser Artikel). Die Jalousie zwischen den Scheiben lässt sich stufenlos öffnen, schließen und in der Neigung verstellen. Sie ist die einzige der drei Varianten, die echten Sonnen- und Blendschutz bietet: Sie können den Lichteinfall dosieren, nicht nur die Durchsicht.

Kurz: Milchglas ist die feste Antwort, schaltbares Glas die elektrische, die Integraljalousie die mechanisch regelbare – mit dem zusätzlichen Plus der Verschattung.

Wie die Integraljalousie aufgebaut ist und funktioniert

Das Herzstück ist ein Isolierglas-Element mit zwei Scheiben und einem versiegelten Zwischenraum. Die Jalousie ist werkseitig in diesen Zwischenraum eingebaut und vollständig gekapselt. Bedient wird sie berührungslos von außen – je nach Ausführung:

  • Magnetisch. Ein Magnetschieber an der Glaskante nimmt die Jalousie innen über einen Gegenmagneten mit. Heben, Senken und das Wenden der Lamellen laufen rein mechanisch, ohne Kabel und ohne Durchbruch in der Versiegelung.
  • Per Kordel oder Drehknopf. Eine seitlich geführte Bedienung überträgt die Bewegung mechanisch in den Zwischenraum.
  • Motorisch. Ein integrierter Antrieb fährt und wendet die Jalousie auf Tastendruck oder per Steuerung – komfortabel bei großen Feldern oder mehreren Elementen, die synchron laufen sollen.

Weil die Lamellen im versiegelten Zwischenraum liegen, sind sie vor Staub und Verschmutzung geschützt. Es gibt keine freiliegenden Stoffe, keine Schnüre im Raum, nichts, was vergilbt oder abgewischt werden muss. Das macht den innenliegenden Sonnenschutz besonders interessant für Bereiche mit hohen Hygiene- und Sauberkeitsansprüchen.

Integraljalousie oder schaltbares Glas – der Unterschied

Beide schaffen Sichtschutz auf Abruf, lösen aber unterschiedliche Aufgaben:

  • Schaltbares Glas (PDLC) wechselt elektrisch zwischen klar und milchig. Es ist blitzschnell, hat keine beweglichen Teile und wirkt sehr clean – aber es verdunkelt nicht und hält weder Sonne noch Blendung ab. Es macht die Scheibe undurchsichtig, nicht dunkler.
  • Die Integraljalousie arbeitet mechanisch und ist stufenlos: von voll offen über halb geneigt bis ganz geschlossen. Sie regelt Sichtschutz und Lichteinfall – und dient damit zugleich als Blend- und Sonnenschutz, etwa an Bildschirmarbeitsplätzen oder wenn die Trennwand an eine stark besonnte Fensterfront grenzt.

Faustregel: Geht es nur um Sichtschutz auf Knopfdruck mit minimalistischer Technik, ist schaltbares Glas im Vorteil. Geht es zusätzlich um dosierbares Licht, Verschattung und ein vertrautes, stufenloses Bedienen, ist die Integraljalousie die passende Wahl.

Glasaufbau und Einbau

Eine Integraljalousie ist immer Teil eines Isolierglas-Aufbaus – der versiegelte Zwischenraum ist konstruktiv notwendig, damit die Jalousie gekapselt liegt. Welche Glasart die beiden Scheiben haben, richtet sich – wie bei jeder Glastrennwand – nach der Funktion des Felds: feststehende Felder werden in Sicherheitsglas ausgeführt, bewegliche oder geklemmte Elemente entsprechend bearbeitet. Die Sicherheitsglas-Arten und ihre Unterschiede haben wir im Ratgeber ESG, VSG & Sicherheitsglas im Vergleich aufgeschlüsselt; den übergeordneten Rahmen bildet die DIN 18008. Die konkrete Ausführung – Glasaufbau, Feldgröße, Bedienart, ob ein Feld absturzsichernd ist – legen wir gemeinsam mit Ihnen anhand der Einbausituation beim Aufmaß vor Ort fest.

Eine Besonderheit: Anders als bei Milchglas oder schaltbarem Glas lässt sich die Jalousie nicht nachträglich in eine vorhandene Einfachverglasung einbauen – sie ist ab Werk Bestandteil des Isolierglas-Elements. Bei der Planung einer Trennwand mit innenliegendem Sonnenschutz wird das Element also von Anfang an als solches gefertigt.

Für welche Räume sich innenliegender Sichtschutz eignet

Der innenliegende Sonnen- und Sichtschutz spielt seine Stärken überall dort aus, wo Transparenz und Diskretion auf Abruf gefragt sind:

  • Chef- und Geschäftsführungsbüros – offen und repräsentativ, auf Wunsch in Sekunden vertraulich.
  • Besprechungs- und Konferenzräume – freie Sicht im Normalbetrieb, geschlossener Sichtschutz für vertrauliche Termine oder Präsentationen, ohne Blendung auf dem Bildschirm.
  • Arzt- und Therapiepraxen – diskreter Sichtschutz für Behandlungs- und Beratungsräume, hygienisch, weil hinter Glas gekapselt und ohne staubfangende Stoffe.
  • Empfang und Großraumbüro – verglaste Boxen und Trennwände, die sich je nach Tagesablauf öffnen oder abschirmen lassen. Mehr dazu im Ratgeber Glastrennwände für Büro & Großraum.

Den Gesamtüberblick für gewerbliche Projekte und die Zusammenarbeit mit Planern bündelt unser Themen-Hub Glastrennwände für Gewerbe & Architekten.

Häufige Fragen zum innenliegenden Sonnenschutz

Kann man in eine Glastrennwand eine Jalousie integrieren? Ja. Bei einer Integraljalousie sitzt die Jalousie im versiegelten Zwischenraum eines Isolierglas-Elements und ist damit fester Bestandteil der Glastrennwand. Von außen sieht man ein durchgehendes Glasfeld; die Jalousie bleibt unsichtbar im Zwischenraum, bis sie heruntergefahren wird. Wichtig ist, das Element von vornherein so zu planen – nachträglich in eine vorhandene Einfachscheibe lässt sich die Jalousie nicht einbauen.

Was ist der Unterschied zwischen Integraljalousie und schaltbarem Glas? Schaltbares Glas (PDLC) wechselt elektrisch zwischen klar und milchig – es schafft Sichtschutz auf Knopfdruck, verschattet aber nicht und hält weder Sonne noch Blendung ab. Die Integraljalousie arbeitet mechanisch und stufenlos: Sie regelt Sichtschutz und Lichteinfall, lässt sich also auch als Sonnen- und Blendschutz nutzen. Schaltbares Glas macht die Scheibe undurchsichtig, die Jalousie macht sie zusätzlich dunkler.

Wie wird der innenliegende Sonnenschutz bedient? Je nach Ausführung magnetisch über einen Schieber an der Glaskante, über eine seitliche Kordel beziehungsweise einen Drehknopf oder motorisch per Tastendruck. Alle Varianten arbeiten berührungslos zum Innenleben – die Versiegelung des Isolierglases bleibt geschlossen. Bei mehreren oder großen Feldern ist der motorische Antrieb komfortabel, weil sich Elemente synchron steuern lassen.

Ist eine Jalousie zwischen den Scheiben wartungsfrei? Sie ist wartungsarm: Weil die Lamellen im versiegelten Zwischenraum liegen, sind sie vor Staub und Verschmutzung geschützt und müssen nie gereinigt werden – freiliegende Stoffe oder Schnüre, die vergilben, gibt es nicht. Ein vollständig „wartungsfreies" Versprechen wäre unseriös, denn es handelt sich um ein mechanisches System; im seltenen Fall eines Defekts wird das Bedienelement oder das Glaselement getauscht. Im Alltag entfällt aber die gesamte Reinigung, die eine raumseitige Jalousie verlangt.

Für welche Räume eignet sich innenliegender Sichtschutz? Überall dort, wo Transparenz und Diskretion auf Abruf gefragt sind: Chef- und Geschäftsführungsbüros, Besprechungs- und Konferenzräume, Arzt- und Therapiepraxen sowie verglaste Boxen im Großraumbüro. Besonders in Praxen punktet der gekapselte Aufbau, weil keine staubfangenden Stoffe im Raum liegen und der Sichtschutz hinter Glas hygienisch bleibt.

Kontakt & telefonisches Erstgespräch

Allem voran steht ein telefonisches Erstgespräch: Sie schildern uns Raum, Nutzung und gewünschte Bedienung, wir ordnen ein, welche der drei Varianten – Milchglas, schaltbares Glas oder Integraljalousie – zu Ihrem Projekt passt, und sagen Ihnen ehrlich, was sinnvoll ist. Am einfachsten erreichen Sie uns über das Kontaktformular oder telefonisch unter +49 841 13807799. Aufmaß vor Ort und CAD-Werkszeichnung zur Freigabe folgen im nächsten Schritt.

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Kann man in eine Glastrennwand eine Jalousie integrieren?

Ja. Bei einer Integraljalousie sitzt die Jalousie im versiegelten Zwischenraum eines Isolierglas-Elements und ist damit fester Bestandteil der Glastrennwand. Von außen sieht man ein durchgehendes Glasfeld; die Jalousie bleibt unsichtbar im Zwischenraum, bis sie heruntergefahren wird. Wichtig ist, das Element von vornherein so zu planen – nachträglich in eine vorhandene Einfachscheibe lässt sich die Jalousie nicht einbauen.

Was ist der Unterschied zwischen Integraljalousie und schaltbarem Glas?

Schaltbares Glas (PDLC) wechselt elektrisch zwischen klar und milchig – es schafft Sichtschutz auf Knopfdruck, verschattet aber nicht und hält weder Sonne noch Blendung ab. Die Integraljalousie arbeitet mechanisch und stufenlos: Sie regelt Sichtschutz und Lichteinfall, lässt sich also auch als Sonnen- und Blendschutz nutzen. Schaltbares Glas macht die Scheibe undurchsichtig, die Jalousie macht sie zusätzlich dunkler.

Wie wird der innenliegende Sonnenschutz bedient?

Je nach Ausführung magnetisch über einen Schieber an der Glaskante, über eine seitliche Kordel beziehungsweise einen Drehknopf oder motorisch per Tastendruck. Alle Varianten arbeiten berührungslos zum Innenleben – die Versiegelung des Isolierglases bleibt geschlossen. Bei mehreren oder großen Feldern ist der motorische Antrieb komfortabel, weil sich Elemente synchron steuern lassen.

Ist eine Jalousie zwischen den Scheiben wartungsfrei?

Sie ist wartungsarm: Weil die Lamellen im versiegelten Zwischenraum liegen, sind sie vor Staub und Verschmutzung geschützt und müssen nie gereinigt werden – freiliegende Stoffe oder Schnüre, die vergilben, gibt es nicht. Ein vollständig „wartungsfreies" Versprechen wäre unseriös, denn es handelt sich um ein mechanisches System; im seltenen Fall eines Defekts wird das Bedienelement oder das Glaselement getauscht. Im Alltag entfällt aber die gesamte Reinigung, die eine raumseitige Jalousie verlangt.

Für welche Räume eignet sich innenliegender Sichtschutz?

Überall dort, wo Transparenz und Diskretion auf Abruf gefragt sind: Chef- und Geschäftsführungsbüros, Besprechungs- und Konferenzräume, Arzt- und Therapiepraxen sowie verglaste Boxen im Großraumbüro. Besonders in Praxen punktet der gekapselte Aufbau, weil keine staubfangenden Stoffe im Raum liegen und der Sichtschutz hinter Glas hygienisch bleibt.

Ludwig Künzl
Ludwig Künzl · GLAS KÜNZL

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